974 Tage Lehre

Lehrrückblick von Elias und Fabio

Am 17. August 2018 haben Fabio Krieger und ich, Elias Schmid, unsere Lehre zum Mediamatiker EFZ bei Opacc begonnen. Heute, 974 Arbeitstage später, am 01.07.2022, findet mein letzter Arbeitstag statt. Doch wie geht es für uns weiter? Fabio wird noch bis im Dezember bei Opacc bleiben, bevor er den militärischen Dienst antritt. Ich werde gleich am 04.07.2022 meinen Dienst antreten.

974 Arbeitstage lang habe ich von einer super Lehre profitieren können. In sieben(!) verschiedenen Abteilungen durfte ich meine Stärken und meine Schwächen kennenlernen. Stets wurde ich dabei von den Fachvorgesetzten und den anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unterstützt. Gerne blicke ich in diesem Beitrag kurz auf diese 974 Arbeitstage zurück.

An einem sonnigen Freitag im August durften Fabio und ich die OpaccLernenden (damals Flavio Waser, Tanja Neckermann, Loris Belfiglio, Vitus Leu), Stefan Maurer und Marco Stuber beim Lernenden-Event begleiten. Bei einer angenehmen Wanderung lernten wir das Team kennen. Wir fühlten uns sofort wohl und bereit für unseren ersten Arbeitstag.

Meine erste Abteilung war die Systemtechnik, damals noch am Standort in Kriens. Gleich in den ersten Wochen durfte ich beim Umzug nach Rothenburg mitanpacken. Besonders gut kann ich mich an das Verkabeln der Arbeitsplätze im neuen Opacc Campus erinnern. Im Frühling 2019 wechselten Fabio und ich die Abteilungen. Er kam in die Systemtechnik und ich nahm seinen Platz in der Administration ein. Hier lernte ich den Umgang mit Kunden am Telefon und am Empfang, die Grundlagen der Geschäftskorrespondenz und das Erfassen von Kreditoren. Danach folgten nochmals sechs Monate in der Systemtechnik. Nach den ersten Wochen fiel es mir immer leichter, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei ihren IT-Problemen zu unterstützen.

Ich war frisch im Vertriebsinnendienst als eine Zeit anbrach, die meine Lehre etwas auf den Kopf stellte. Denn natürlich muss in einem Rückblick von 2018-2022 die Corona-Pandemie erwähnt werden, auch wenn die meisten diese Zeit wahrscheinlich lieber vergessen möchten. Denn im April 2020 war es erstmal vorbei mit dem Präsenzunterricht. Die Berufsschule stellte auf Online-Unterricht um. Unsere lang ersehnten Fremdsprachenaufenthalte in Montpellier (FRA) und Paignton (GBR) wurden ersatzlos gestrichen. Auch Opacc musste sich der neuen Situation anpassen. Zwischen 2020 und 2022 war ich immer mal wieder mehrere Wochen im Homeoffice.

Im Vertriebsinnendienst lernte ich unseren Vertrieb kennen und durfte die «Vertriebler» bei ihren Arbeiten unterstützen. Ich half mit bei der Aufsetzung der Lösungsvorschläge und den Verträgen der Kunden. Zwischenzeitlich unterstütze ich die Administration aufgrund der Corona-Pandemie. Im Marketing verpasste ich leider einige externe Einsätze (bspw. Messen), durfte aber trotzdem wahnsinnig profitieren in Sachen Content-Creation, Social-Media-Marketing und der Erstellung von Inseraten. Ab Anfang 2021 hatte ich zum ersten Mal seit der Administration wieder direkten Kundenkontakt. Im Support behandelte ich die Fragen unserer Kunden betreffend unserer ERP Anwendung. Besonders gut gefiel mir hier das Team, das sich immer für meine Fragen Zeit genommen hat. Meine Lehre neigte sich bereits dem Ende zu, als ich in die Abteilung WAS kam. Parallel zum Coden von Webseiten mit HTML, CSS und JavaScript arbeiteten Fabio und ich an unserer IDPA (interdisziplinäre Projektarbeit). Von August 2021 bis Januar 2022 erforschten wir die Auswirkungen des Elektroautobooms in den Schweizer Wohnquartieren.

Mit dem Beginn der IPA (Individuelle Praxisarbeit) begann auch gleichzeitig der Endspurt der Lehre. Während 90 Stunden erarbeitete Fabio ein cooles Recruiting-Video aus der Ich-Perspektive, während ich mit einem Konzept für einen Podcast der OpaccLernenden die Online-Präsenz der OpaccLernenden um ein weiteres Medium ergänzte. Die letzten Wochenenden der Lehre verbrachte im mit zugezogenen Gardinen in meinem Zimmer. Unzählige ausgebreitete Papierstapel bedeckten meinen gesamten Zimmerboden so, dass nur zwischen wenigen Schlitzen der hellbraune Parkettboden zu sehen war. Es hat sich jedoch gelohnt, frühzeitig mit dem Lernen zu beginnen. Die Vorbereitung lief so, wie ich mir das erwünscht hatte. Die Erleichterung nach der letzten QV-Prüfung (Qualifikationsverfahren) war unbeschreiblich.

Nun neigt sich auch mein letzter Arbeitstag dem Ende zu. Ich habe in dieser Lehre nicht nur wahnsinnig viel gelernt, sondern auch richtige Freunde gefunden in der Schule sowie bei Opacc. Von ihnen Abschied zu nehmen finde ich sehr schade. Andererseits freue ich mich umso mehr, ihnen irgendwann wieder zu begegnen. Abschliessend möchte ich mich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Opacc für 974 spannende, aufregende und abwechslungsreiche Arbeitstage bedanken!

Fabio und Elias haben ihre Lehre mit Berufsmaturität mit Bravour bestanden. Somit stehen ihnen viele verschiedene Möglichkeiten für die berufliche Zukunft offen und sie sind dafür bestens gerüstet. Wir sind stolz auf euch!

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