Ein Einblick in unser Opacc Cloud Center Team

Mein spannendes Semester zwischen Technik, Teamwork und neuen Erfahrungen

Zum ersten Mal durfte eine Lernende der Opacc ein Semester im OCC-Team verbringen und ich, Daria, hatte die Ehre, in meinem dritten Lehrjahr mein Wissen dort zu erweitern.

Das OCC-Team ist für unsere Kunden in der Opacc Cloud da. Während meines Semesters konnte ich die Mitarbeitenden bei ihren täglichen Aufgaben unterstützen und dabei viele spannende Erfahrungen sammeln.

Zu Beginn schrieb ich Skripte, die unseren Mitarbeitenden halfen, wiederkehrende Aufgaben zu automatisieren und so Zeit zu sparen. Dabei lernte ich, wie wichtig saubere Strukturen, klare Abläufe und eine gute Dokumentation sind. Ich durfte auch Firewalls einrichten und konfigurieren. Zu Beginn benötigte ich dabei noch Unterstützung, doch nach einigen Installationen / Konfigurationen konnte ich diese bereits selbständig einrichten. Dies freute mich besonders, weil ich so meine Fortschritte sah.

Eine weitere spannende Aufgabe war das Updaten von OXAS-Umgebungen. Am Anfang habe ich mir dafür eine eigene Anleitung geschrieben, um genau zu wissen, welche Schritte ich jeweils machen muss. Mit dieser Anleitung konnte ich dann selbständig arbeiten und wurde dabei immer sicherer. Ich fand es interessant zu sehen, wie wichtig sorgfältiges Arbeiten ist, damit am Ende alles reibungslos verläuft.

Ein weiteres interessantes Projekt war die Gestaltung einer Login-Seite. Ich bekam dafür eine Vorlage und durfte das Design – von den Farben bis zum Aufbau – komplett selbst bestimmen. Dabei konnte ich kreativ sein und gleichzeitig mein technisches Wissen einsetzen. Am meisten freute mich, dass die Seite schlussendlich auch produktiv eingesetzt wurde.

Neben diesen Projekten lernte ich auch viele andere Dinge – zum Beispiel, wie man Fehler richtig analysiert, Systeme überwacht und mit verschiedenen Tools effizient arbeitet. Ich erhielt zudem Einblicke in Themen, die man sonst im Alltag nicht so oft sieht – etwa Serververwaltung, Netzwerkaufbau oder Sicherheitskonzepte. Dadurch bekam ich ein viel besseres Verständnis dafür, wie alles miteinander zusammenspielt.

Die Zeit im OCC-Team war für mich sehr lehrreich. Ich konnte mein technisches Wissen erweitern, neue Tools kennenlernen und lernen, wie wichtig Teamarbeit und saubere Prozesse im Alltag sind. Ich bin dankbar für die grossartige Unterstützung und die spannenden Aufgaben, die ich übernehmen durfte.

Modul Marketing und Projektmanagement

Von der Idee zur fertigen Kampagne

Im Rahmen der Module M280 und M306 im dritten Lehrjahr der Mediamatik Ausbildung arbeiteten wir in Gruppen an einem umfassenden Marketingprojekt. Ziel war es, eine bestehende Marke von Grund auf zu rebranden und den gesamten Prozess von – der ersten Idee bis zum fertigen Marketingprodukt – selbst zu durchlaufen. Der Schwerpunkt lag bewusst nicht auf der Technik, sondern auf dem Konzept und der Organisation.

Während wir in früheren Modulen vor allem gelernt hatten, wie man ein gutes Plakat oder Social Media Asset technisch erstellt, fokussierten wir uns in diesem Projekt auf die Strategie. Wir analysierten, planten und entschieden.

Unsere Gruppe wählte Seetal Tourismus als Marke. Nach einer umfangreichen Ausgangsanalyse und einem Wettbewerbsvergleich entwickelten wir ein neues Markenbild. Kernfragen begleiteten uns dabei: Welche Geschichte soll die Marke erzählen? Welche Werte vermittelt sie? Welche Zielgruppen sprechen wir an und über welche Touchpoints erreichen wir sie?

Wir definierten Zielgruppen und Customer Journeys, erarbeiteten eine Neupositionierung, planten den Projektablauf und legten Markenwerte, Tonalität und visuelle Gestaltung fest. Unser Ergebnis: Das Seetal soll als nahe, familiäre und moderne Freizeitregion wahrgenommen werden, die gut erreichbar ist und authentische Natur- und Gemeinschaftserlebnisse bietet.

Für die Umsetzung entschieden wir uns für eine responsive Landingpage, eine App, ein Corporate Design sowie Social Media Inhalte und Plakate. Nach der Konzeptphase folgte die Umsetzung. Jedes Teammitglied war für ein Produkt verantwortlich. Ich selbst erstellte das Mockup für die Landingpage. Die grösste Herausforderung lag darin, über verschiedene Kanäle und Medien hinweg einen einheitlichen Look und eine konsistente Markenbotschaft sicherzustellen. Dies erforderte viel interne Abstimmung, klare Rollen und regelmässige Reviews. Das Resultat ist eine stimmige Kampagne mit einem homogenen und authentischen Markenauftritt.

Rückblickend war dieses Modul eines der anspruchsvollsten unserer Ausbildung. Es verlangte viel fachliches Denken, Kreativität und Teamarbeit. Gleichzeitig habe ich enorm profitiert. Besonders die Bedeutung einer sauber aufgebauten Konzept- und Planungsphase wurde mir bewusst. Diese Erfahrung wird mich in zukünftigen Projekten begleiten.

Wer einen detaillierten Einblick in das Rebranding von Seetal Tourismus möchte, findet weiter unten die klickbaren Prototypen der App und der Landingpage.

Wer zusätzlich die vollständige Dokumentation mit allen Analysen, Konzeptteilen und Marketingprodukten sehen möchte, kann sich gerne per Mail an lernende@opacc.ch melden. Viel Freude beim Entdecken.

Licht, Kamera, Action!

Von Portraits bis zu Perspektiven

Im August durfte ich, Avery, gemeinsam mit allen Mediamatik-Lernenden die IPA-Arbeit von Janine testen. In Form eines Workshops haben wir den Umgang mit der Kamera kennengelernt und geübt. Gestartet sind wir um 08:00 Uhr beim Bahnhof in Luzern. Dort wurden wir in Gruppen eingeteilt und machten uns auf den Weg, ein schönes Ambiente für unsere ersten Schnappschüsse zu finden.

Janine hatte in ihrer IPA verschiedene Aufgaben vorbereitet, die wir lösen sollten, um das Fotografieren Schritt für Schritt zu erlernen. Nachdem wir alle Aufgaben abgeschlossen hatten, nutzten wir die Gelegenheit, frei in der Stadt zu fotografieren. Dabei entstanden einige richtig coole Bilder.

Zu Mittag assen wir gemeinsam in der Pizzeria Mamma Leone und unterhielten uns über das Gelernte und unsere schönsten Aufnahmen. Am Nachmittag ging es für uns zurück zur Opacc, um die Portrait-Fotografie zu üben. Wir fotografierten Mitarbeitenden-Portraits und testeten unterschiedliche Arten, unsere Gesichter zu beleuchten, um zu sehen, wie sie wirken.

Als der Tag langsam endete, setzten wir uns alle zusammen und besprachen welche besonders gut gelungen sind und welche noch Verbesserungspotenzial haben. Zum Abschluss gaben wir Janine eine Rückmeldung und bedankten uns für den spannenden, lehrreichen Workshop mit ihr.

Der Fotoworkshop war für viele von uns ein wichtiger Tag: Wir haben nicht nur viel über den Umgang mit der Kamera gelernt, sondern hatten dabei auch jede Menge Spass.

Ein Blick in die Berufswelt

Berufswahlparcours Rothenburg 2025

Spätestens in der zweiten Oberstufe wird es ernst: Die Berufswahl steht vor der Tür. Um sich für einen passenden Beruf entscheiden zu können, ist es wichtig, möglichst viele Berufe kennenzulernen.

Genau das haben die Schüler der Schule Rothenburg am 11.09.2025 im Berufswahlparcours gemacht. In Rothenburg wird jedes Jahr ein Berufswahlparcours durchgeführt.
Aber was genau ist das?

Beim Berufswahlparcours können die Schülerinnen und Schüler einen halben Tag lang in die verschiedensten Berufe hineinschnuppern. Dort durften Avery und ich, Anja, ihnen den Beruf MediamatikerIn bei Opacc für eine Stunde näherbringen.

Die Planung war sehr herausfordernd, da der Beruf MediamatikerIn so vielseitig ist und es schwer ist alle wichtigen Informationen in dieser kurzen Zeit zu vermitteln. Doch schon bald stand das Programm fest, und wir freuten uns darauf, den Schülern unseren Alltag näherzubringen.

Als alle eingetroffen waren, stellten wir Opacc und die verschiedenen Abteilungen vor, die MediamatikerInnen durchlaufen. Darunter auch das Marketing, bei dem wir den Schülern und Schülerinnen zeigten, wie man Fotos mit einer Kamera macht. Daran hatten die meisten besonders viel Spass.

Zum Abschluss spielten wir ein Kahoot, bei dem der Gewinner einen kleinen Preis erhielt.

Wir hoffen, dass die Schüler und Schülerinnen wertvolle Einblicke gewinnen konnten, und freuen uns, vielleicht einige von ihnen bald als zukünftige Lernende bei Opacc begrüssen zu dürfen.

Ein neuer Abschnitt beginnt

Unsere ersten Eindrücke von der Lehre und Schule

Gion und ich, Ria, haben unsere Lehre am 11. August 2025 als MediamatikerIn bei der Opacc gestartet. Um 10:15 Uhr wurden wir von Avery, Moni und Marco herzlich empfangen. Mit einem kurzen Vorstellungsspiel lernten wir uns näher kennen. Später gab Moni uns einen kleinen Rundgang durch den Campus. Am Mittag grillierten wir mit allen Lernenden. Danach bekamen wir unseren Laptop und die wichtigsten Infos über die Programme und Webseiten. Marco gab uns alle wichtigen Informationen über die Lehre und das Berufsleben.

Am nächsten Morgen ging es für Gion in die Abteilung Systemtechnik. In der ersten Woche half er, beim Computer aufsetzen, Tickets bearbeiten und erledigte seine ersten Bestellungen.

Ich startete in der Administration, dort konnte ich Kreditoren erfassen, Telefone entgegennehmen und andere administrative Arbeiten erledigen.

Am Montag, 18. August 2025 begann unsere Berufsschule, im BBZW Sursee. Nach einer Rede vom Schulleiter in der Aula starteten wir mit unserem ersten Modul.

Am Dienstag ging es los mit der Berufsmatura. Nachdem wir das Schulzimmer für das Fach Deutsch gefunden hatten, gab es ein weiteres Mal viele Infos und eine Vorstellungsrunde mehr. Durch den ganzen Tag besuchten wir die Fächer Deutsch, Wirtschaft und Recht, Englisch, Französisch, Mathematik und zu guter Letzt das Fach Sport.

Wir sind gespannt was in den nächsten vier Jahren noch auf uns zu kommt.

Startklar für die Lehre?

Tipps für den ersten Arbeitstag und den Einstieg in die Berufsschule

Im August starten in der Schweiz viele Jugendliche ins Berufsleben. Auch bei uns in der Opacc beginnen dieses Jahr Gion und Ria ihre Mediamatik-Lehre. Damit der Einstieg gelingt, haben wir hier ein paar hilfreiche Tipps für den ersten Arbeitstag und für den Start in der Berufsschule.

Merk dir: Fragen stellen ist kein Zeichen von Schwäche. Im Gegenteil, wer fragt, zeigt Interesse. Niemand erwartet, dass du schon alles kannst. Lieber einmal zu viel fragen als später etwas falsch machen. Trotzdem werden dir Fehler passieren und das ist okay. Allen passieren Fehler. Wichtig ist, wie du damit umgehst: offen kommunizieren, daraus lernen und weitermachen. Dafür sind deine Fachvorgesetzten da. Ihre Aufgabe ist es, deine Fragen zu beantworten und dich zu unterstützen. Und genau das machen sie auch gerne.

Vielleicht hast du auch schon Horrorgeschichten gehört von Noten, die in der Lehre angeblich massiv schlechter werden. Lass dich davon nicht verunsichern. Ja, es kann sein, dass deine Noten im Vergleich zur obligatorischen Schulzeit etwas tiefer ausfallen. Aber die Noten brechen nicht einfach plötzlich ein. Mit regelmässigem Lernen und einer guten Struktur kommst du gut mit.

Trotz allem darf der Ausgleich nicht zu kurz kommen. Vergiss deine Hobbys nicht und, nimm dir bewusst Zeit für Pausen. Wenn du abends müde bist, dann geh raus, trefft dich mit Freunden, mach Sport oder entspann dich einfach. Auch mal nichts zu tun, gerade am Wochenende, ist völlig okay. Pausen sind kein Zeichen von Faulheit, sondern wichtig, damit du langfristig motiviert und gesund bleibst.

Weitere hilfreiche Tipps findet ihr in unserer Podcastfolge «Berufsschulguide».

Unsere Sommerferien

Erlebnisse und Highlights

Nach einem intensiven Schuljahr haben wir Lernenden uns alle sehr auf die Sommerferien gefreut. Hier erzählen wir, wo wir unsere Ferien verbracht haben und was wir alles erlebt haben.

Anja: Meine Ferien verbrachte ich in Italien am Meer. Dort genoss ich besonders das feine italienische Essen und verbrachte viel Zeit am Pool. Insgesamt waren es ruhige und sonnige Tage, genau die richtige Erholung nach einem intensiven Lehrjahr.

Avery: In den Sommerferien war ich mit meiner Familie in Holland. Wir verbrachten viel Zeit am Meer und besuchten Städte wie Amsterdam, Alkmaar und Den Helder. Das Highlight war definitiv die unberührte Natur in Holland, die mich immer wieder fasziniert.

Mateo: In meinen Ferien habe ich die ersten vier Tage am Meer in Novi Vindodolski, Kroatien verbracht. Danach reiste ich gemeinsam mit meiner Familie nach Bosnien, um dort meine Verwandten zu besuchen. Nach einer Woche kehrte ich nach Kroatien zurück und verbrachte die restliche Zeit am Meer.

Luana: Ich verbrachte meine Sommerferien auf Sardinien, wo ich Sonne, Meer und das italienische Dolce Vita geniessen konnte. Besonders schön waren die Abende mit Freunden, die Sonnenaufgänge am Meer und die Zeit, die ich auf dem Boot verbrachte.

Noemi: Den ersten Teil meiner Sommerferien verbrachte ich in Barcelona mit meiner Kollegin. Anschliessend reiste ich mit meiner Familie weiter nach Cavallino in Italien, wo wir erholsame Strandferien verbrachten.

Aline: Ich durfte einen Teil meiner Ferien in Holland am Meer verbringen. Nach zwei Wochen Campingferien reiste ich mit Kollegen nach Porto und genoss die Sonne.

Maurice: Meine Sommerferien verbrachte ich in den Niederlanden und in Portugal. Zwei Wochen machten wir Familienurlaub an der Nordsee, bevor ich eine Woche mit meinen Freunden am Strand von Porto verbrachte. Anstelle von E-Mails und Pendenzen, bestand mein Alltag aus Sonne, Meer und Strand.

Daria: Ich habe meine Ferien in meiner Heimat verbracht. Die erste Woche war ich mit meiner Familie in Bosnien, besuchte Verwandte und erkundigte die schöne Natur. Danach ging es weiter nach Zadar, Kroatien mit meiner Freundin. Dort sonnten wir uns jeden Tag bei hohen Temperaturen und tauchten zur Erfrischung im Meer.

Von Lernenden zur Legacy

Wie Janine und Mattia in den letzten vier Jahren ihre Spuren in der Opacc hinterliessen

Was sind eure Erinnerungen an den Lehrstart?

Beide: Unseren ersten Arbeitstag, mittlerweile fast 4 Jahre her, verbrachten wir auf der Krienseregg. Zusammen mit Moni, Marco, Christian und Valeria wurden wir während einer Wanderung in die Berufswelt und die Opacc eingeführt. Besonders erinnern wir uns an das Grillieren am Mittag und Christians Fähigkeit, mit den lokalen Schweinen zu kommunizieren. Über diesen Tag verfassten wir anschliessend gemeinsam unseren ersten Blogbeitrag.

Welche Abteilung hat euch am besten gefallen?

Beide: Grundsätzlich gefiel uns die Diversität zwischen den verschiedenen Themenbereichen sehr. Während der letzten vier Jahre konnten wir Einblicke in sechs Abteilungen erhalten und dadurch ein sehr breites Wissen aneignen. Während dieser Zeit haben sich unsere Interessen am meisten mit der Abteilung Marketing gedeckt. Trotzdem konnten wir auch in den anderen Teams viel lernen und hatten auch dort Spass.

Gab es einen Moment, in dem ihr besonders stolz auf euch wart?

Janine: Für mich gab es zwei sehr prägende Momente während der Lehrzeit –beide fanden im vierten Lehrjahr statt. Der erste war am 14. Mai, als ich meine IPA meinen beiden Experten präsentierte. Dabei wurde mir bewusst, wie viel ich in diese gesamte Arbeit eigentlich investiert hatte und dass ich darauf stolz sein kann. Der zweite Moment war, als wir gemeinsam als Klasse während der Abschlussreise erfuhren, dass wir alle die Berufsmatura bestanden haben.

Mattia: Ich habe im Rahmen eines Schulprojekts mit drei Schulkollegen einen eigenen Onlineshop für Poster erstellt. Vom Shop über die darin angebotenen Poster bis zum Social -Media-Auftritt haben wir alles selbständig umgesetzt. Es ist entsprechend auch ausserhalb der Schule viel Zeit und Herzblut in dieses Projekt geflossen.

Der Shop wurde nach knapp einem Jahr wegen des grossen Aufwands und der laufenden Kosten vom Netz genommen.

Ein ähnliches, stolzes Gefühl hatte ich nach der Abgabe der IDPA-Arbeit. Auch dort flossen viel Leidenschaft, Energie und Zeit in das Erarbeiten. Das Resultat der Zweierarbeit ist KUBUS, ein Konzept für eine neuartige Erholungsklinik für Burnout-Betroffene.

Was waren für euch die spannendsten Projekte?

Mattia: Für mich war das Erarbeiten des Designprojektes im E-Shop eines der spannendsten Projekte während der Lehre. Ich durfte dabei eine App gemäss dem Opacc-eigenen UX-Prozess entwickeln. Unter anderem war das Durchführen von User-Testings ein Teil davon, wo ein bestehender Prototyp von Testpersonen unter die Lupe genommen wurde. Das machte mir besonders Spass – doch auch der Restliche Prozess war sehr interessant.

Janine: Für mich war das Videoprojekt in der Berufsschule, das wir im 3. Lehrjahr machen durften, sehr cool. In Dreiergruppen erarbeiteten wir ein Werbevideo für das Restaurant meiner Mutter. Es machte Spass das alles zu planen und das Videomaterial zu schneiden. Am meisten gefiel mir jedoch das Aufnehmen der einzelnen Shots – vor allem, weil wir dort noch einmal richtig gute Ideen hatten und diese dann gleich umsetzen konnten.

Welche Tipps würdet ihr neuen Lernenden mit auf den Weg geben?

Beide: Zu scheitern ist nicht schlimm. Wichtig ist, dass man den Mut hat, sich unterstützen zu lassen. Besonders die Berufsmatura kann zum Teil sehr anspruchsvoll sein. Trotz diesem Druck aus Schule und Arbeit darf man seine Freizeit nicht vergessen oder längerfristig vernachlässigen. Gerade wenn es mit Schule und Arbeit mal etwas streng wird, ist es umso wichtiger, einen Ausgleich zu haben. Freizeit ist kein Nice-to-have, sondern absolut notwendig, um durchzuhalten und nicht den Spass zu verlieren.

Auch das Befassen mit den eigenen Interessen ist sehr wichtig. Man sollte sich immer wieder selbst fragen, was einem in der Ausbildung Spass macht. Mit dieser Erkenntnis kann man sich konkrete Pläne für die Zukunft schmieden.

Wie verlief euer Lehrabschluss?

Mattia: Als erstes BM-Fach schliesst man Französisch schon nach dem zweiten Lehrjahr mit dem DELF-Diplom ab. Im dritten folgen dann Englisch und Mathematik. Im letzten der vier Jahre stehen nur noch Abschlussprüfungen für Deutsch, Wirtschaft & Recht und Finanz- & Rechnungswesen an. Zusätzlich haben wir im 7. Semester eine Interdisziplinäre Projektarbeit verfasst.

Janine: Neben dem Abschluss der Berufsmatura erarbeiteten wir im vierten Lehrjahr beide die IPA. Dabei geht es darum, eine Arbeit, welche für den Lehrbetrieb einen Nutzen hat, innert 80 Stunden umzusetzen. Ich habe mich gemeinsam mit Ramon dazu entschieden, ein Handout für unseren internen Fotoworkshop zu gestalten, in dem alle Fotografie-Grundlagen enthalten sind.

Durch die lehrbegleitende Berufsmatura entfällt der Allgemeinbildungsunterricht und die damit verbundene Abschlussprüfung. Die Berufsschule ist also mit dem Abschluss der IPA und den Modulen, die jeweils am Ende jedes Semesters abgeschlossen werden, fertig.

Über 7600 Arbeitsstunden später schauen wir mit einem Schmunzeln auf unsere ersten Designversuche und Projekte zurück. Wir sind beide unglaublich stolz auf das, was wir in dieser Zeit erreicht haben. Nicht nur fachlich, sondern auch persönlich konnten wir uns in den letzten vier Jahren enorm weiterentwickeln. Wir wurden ein Stück weit bei der Opacc erwachsen. Ein herzliches Dankeschön deshalb an alle, die uns während dieser Zeit begleitet haben. Ein besonderer Dank geht an Ramon, der uns beide während der IPA unterstützt hat und an Marco Stuber, der uns in den ersten zwei Jahren als Berufsbildner beigestanden ist und uns die Lehrstelle angeboten hatte. Weiter auch Marco Reiter, unseren jetzigen Berufsbilder, der uns beim Lehrabschluss tatkräftig unterstützt hat. Wir sind jetzt gespannt auf die Zukunft und welche Herausforderungen noch auf uns warten. Wir werden die Opacc leider beide Ende Juli verlassen. Merci, Opacc, für diese unvergessliche Zeit der persönlichen und beruflichen Entwicklung!

Von einer Idee zum fertigen Video

Ein Blick in unseren Videoproduktionsprozess

Ob im Web, auf Social Media oder für interne Zwecke. Videos haben in den vergangenen Jahren an Popularität gewonnen. Als Mediamatiker plant man und setzt diverse Filme und Videos um. Egal, ob kurz oder lang, animiert oder statisch. Doch was steckt dahinter? Wie läuft dieser Prozess ab?

Am Anfang steht die Ideenfindung. Dabei entstehen während Besprechungen und Meetings voller Brainstormings erste Konzepte. Sobald eine klare Richtung feststeht und die Botschaft definiert ist, wird die Idee in einem Storyboard festgehalten. Hier werden die Szenen definiert, und die Rollen klar verteilt. Es wird festgelegt, wer für das Filmen verantwortlich ist und wer das Voice-Over übernimmt. Auch die Dauer und die visuelle Gestaltung werden genau bestimmt. Falls Animationen geplant sind, werden auch diese im Storyboard berücksichtigt.

In der anschliessenden Produktionsphase wird alles vorbereitet: Kamera, Licht, Ton und Text. Jede Szene wird mehrfach aufgenommen, um in der Postproduktion die beste Version auswählen zu können.

Nach dem Dreh beginnt die Bearbeitung. Die besten Aufnahmen werden ausgesucht und passend zur Musik geschnitten. Anschliessend folgt das Color Grading, also die Anpassung der Farben für einen harmonischen Look. Falls nötig werden Animationen wie Texteinblendungen oder Grafiken hinzugefügt.

Am Ende wird das fertige Video entsprechend dem Zielmedium exportiert und das Endergebnis kann stolz präsentiert werden.

Intervallfasten im Wandel – Meine IDPA

Wenn Tradition auf Innovation trifft

Im vierten Lehrjahr steht nicht nur die IPA (Individuelle praktische Arbeit) an, die als Abschlussarbeit für das EFZ gilt, sondern auch die IDPA (Interdisziplinäre Projektarbeit).
Bei dieser Arbeit wird in Zweiergruppen an einem Thema gearbeitet. Man informiert sich darüber, führt Umfragen, Interviews oder Experimente durch und schreibt anschliessend eine schriftliche Arbeit. Abgeschlossen wird die IDPA mit einer 20-minütigen Präsentation vor der Klasse und drei bewertenden Lehrpersonen.

Gemeinsam mit einer Klassenkameradin habe ich, Janine, das Thema «Intervallfasten im Wandel» gewählt. Dabei geht es darum, wie sich das Intervallfasten in den vergangenen 34 Jahren verändert hat und wie es sich auf die Gesundheit auswirkt.

Also starteten wir mit unseren Recherchen. Meine Kollegin übernahm den geschichtlichen Teil der Arbeit, ich kümmerte mich um den gesundheitlichen Aspekt.
Um verschiedene Perspektiven einzubeziehen, führten wir ein Interview mit einem Fastenleiter und Ernährungsberater aus Deutschland. Wir machten das Ganze per Mail, da ein Treffen für alle etwas umständlich gewesen wäre.

Zusätzlich führten wir mit neun weiteren Personen ein kleines Experiment durch. Drei Wochen lang testeten wir gemeinsam Intervallfasten. Mithilfe von Umfragen zu Beginn und am Ende des Experiments verglichen wir das Wohlbefinden, die Energie, die körperliche Leistungsfähigkeit und den Blutdruck.

Die Ergebnisse waren spannend, deckten sich aber nicht immer mit den Studien. Besonders beim Blutdruck zeigte sich: Während viele Studien einen positiven Effekt beschreiben, waren unsere Resultate eher gemischt. Vermutlich lag das an der kleinen Stichprobe und der kurzen Dauer. Zum Schluss präsentierten wir unsere Arbeit und warten nun gespannt auf die Note.
Alles in allem hat mir die IDPA viel Spass gemacht, auch wenn die Teamarbeit und das Einhalten von Terminen zwischendurch etwas herausfordernd war.