Ein Besuch, der Mut machte

Jugendliche bei der Lehrstellensuche unterstützen

Wie jedes Jahr haben auch wir, Avery und ich, Anja, uns freiwillig gemeldet bei Rent-a-Stift mitzumachen. Das ist ein Angebot des Kantons Luzern. Ziel ist es, dass Lernende im zweiten Lehrjahr Klassen der 2. Oberstufe besuchen und ihre Erfahrungen teilen. Nach einem zweitägigen Workshop waren wir gut darauf vorbereitet, wie wir die Inhalte den Schülern näherbringen können.

Trotzdem war ich nervös, als der erste Schulbesuch näher rückte.
Doch bereits nach den ersten Minuten in den Klassenzimmern merkte ich, wie interessiert alle Schüler waren und dadurch löste sich meine Nervosität wie in Luft auf.

Nach einer kurzen Begrüssung starteten wir mit dem Programm: Wir sprachen über unsere Ängste und vor allem über die Veränderungen, welche die Lehre mit sich bringt.

Ein zentrales Thema war die Wahl des passenden Berufs und Lehrbetriebs. Viele wussten nicht genau, wie sie erkennen können, ob ein Beruf wirklich zu ihnen passt. Deshalb erklärten wir, wie wichtig es ist, in verschiedene Berufe und Unternehmen hineinzuschnuppern – oft merkt man dabei schnell, ob man sich am richtigen Ort fühlt. Zudem betonten wir, dass das Schweizer Bildungssystem viele Möglichkeiten bietet und man sich auch später neu orientieren kann.

Zum Abschluss gab es eine Frage- und Antwortrunde, bei dem wir Tipps gaben, wie man beim «Schnuppern» überzeugen kann. Zum Beispiel, indem man Fragen stellt und so echtes Interesse zeigt.

Das Projekt Rent-a-Stift war für uns sehr vielseitig und spannend. Wir konnten verschiedene Klassen besuchen und erhielten wertvolle Einblicke in die Fragen und Sorgen der Schülerinnen und Schüler rund um die Lehrstellensuche. Wir hoffen, dass unser Besuch ihnen weiterhelfen konnte.

Weltraumreisen: Von der Idee zur Plattform

Designprojekt Odyssey

Im September durfte ich, Aline, in der Abteilung Enterprise Shop starten. Mit dem Wechsel in die neue Abteilung begann auch mein Projekt Odyssey.

Im E-Shop-Team entwickeln die Mitarbeitenden Onlineshop-Lösungen für unterschiedliche Kunden. Als Lernende haben wir dabei die Möglichkeit, uns zwischen zwei Lernpfaden zu entscheiden: Design (DES) oder Entwicklung (DEV). Während des Semesters im E-Shop-Team dürfen wir uns gezielt in einer dieser Richtungen vertiefen.

Da mich Gestaltung besonders interessiert und mir dieser Bereich auch mehr liegt, entschied ich mich für den Designpfad. Ziel meines Projekts war es, den gesamten Webdesign-Prozess von der ersten Idee bis zum fertigen Design kennenzulernen.

Zu Beginn wählte ich ein fiktives Projekt aus, an dem ich diesen Prozess durchspielen konnte: Operation Odyssey. Dabei handelt es sich um ein fiktives Unternehmen aus dem Jahr 2358, das Reisen ins Weltall anbietet. Für dieses Unternehmen sollte eine neue Webplattform entstehen, über die Kundinnen und Kunden ihre Weltraumreisen buchen können.

Nach der Projektplanung startete ich mit der Erstellung von Personas. Diese stellen typische Nutzerinnen und Nutzer der Plattform dar und helfen dabei, deren Bedürfnisse, Erwartungen und mögliche Schwierigkeiten besser zu verstehen. Auf dieser Grundlage konnte ich die Anforderungen an die Buchungsplattform gezielt ableiten.

Anschliessend folgte die konzeptionelle Phase. In einem Prototyp legte ich fest, wie die Webseite aufgebaut sein soll und welche Inhalte an welchen Stellen erscheinen. Der Prototyp zeigte die erste grobe Struktur der Webseite sowie die Anordnung der einzelnen Inhalte.

Ein zentraler Bestandteil dieser Phase war das User-Testing: Mehrere Personen testeten den Prototyp, klickten sich durch die Seiten und äusserten Rückmeldungen. Insgesamt führte ich Tests mit neun Mitarbeitenden der Opacc durch, was mir wertvolle Erkenntnisse lieferte.

Die Resultate dieser Tests zeigten mir klar auf, wo Anpassungen nötig waren und in welche Richtung ich das Projekt weiterentwickeln sollte. Dadurch konnte ich den Prototyp gezielt optimieren.

Nach der Finalisierung des Prototyps begann die Phase des Visual Designs. Dabei definierte ich Farben, Schriften, Formen und Bildwelten für die Webseite. Wichtig war, die Gestaltung nicht nur optisch ansprechend, sondern auch funktional sinnvoll umzusetzen. Jede Designentscheidung musste begründet werden: Welche Elemente sollen auffallen? Wo befindet sich die Hauptaktion? Wie unterstützen Farben und Typografie die Nutzerführung? Das Design sollte dabei nicht vom Inhalt ablenken, sondern die Nutzer klar durch den Buchungsprozess leiten.

Während des gesamten Projekts wurde ich von Dave, unserem Praxisbildner, sowie von Rebekka aus dem UX-Team begleitet. In regelmässigen Meetings erhielt ich wertvolle Inputs und Unterstützung bei offenen Fragen oder Herausforderungen.

Zum Schluss erstellte ich noch ein Projektplakat, welches das gesamte Projekt zusammenfasst.

Insgesamt arbeitete ich rund drei Monate an Operation Odyssey. Das Projekt war für mich nicht nur sehr spannend, sondern auch besonders lehrreich, da ich den gesamten Designprozess selbstständig durchlaufen und vertiefen konnte.

Unser Weihnachtskartenprojekt

Von der Vorbereitung bis zum Versand

Wir, Ria und Gion, organisierten das diesjährige Vorbereiten und Versenden der Weihnachtskarten.
Es handelt sich um ein grösseres Projekt, da es sorgfältige Planung, Koordination mehrerer Beteiligter und die termingerechte Durchführung aller Arbeitsschritte erfordert.

Im September wurden wir von Avery, Anja, Mateo und Moni in das Projekt eingeführt.

Unsere erste Aufgabe war das Nummerieren der Couverts gemäss der vorbereiteten Excel-Liste. Damit wir schneller waren, teilten wir die ca. 1000 Karten untereinander auf.

Der nächste Schritt bestand darin, die Couverts zu etikettieren. Nach den Herbstferien stellten wir die Karten zusammen. Dabei mussten wir die von Joe Koller designten Weihnachtskarten in ein transparentes Papier und auf einen Karton legen.

Anfangs November hatten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Zeit, die Karten zu unterschreiben. Als alle unterschrieben hatten, waren wir Lernende an der Arbeit. Zusammen mit den Lernenden im 2. Lehrjahr verpackten wir die Weihnachtskarten. Zum Schluss mussten die Weihnachtskasten noch frankiert werden. Speziell beachten mussten wir die Karten, die ins Ausland verschickt wurden, denn diese wurden anders frankiert.

Dann war die Post noch an der Reihe, die Karten abzuholen und dem richtigen Empfänger zuzustellen. Somit ist unser erstes, grösseres Projekt abgeschlossen.

Hier ein Link zum Video, das einen detaillierten Einblick in die Entstehung Karte gibt.

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Von Photoshop bis Serverraum

Unsere ÜK-Erlebnisse

Anja und ich, Avery, haben Ende Oktober unseren dritten ÜK absolviert. Das Modul 269 «Fotoprojekte realisieren» war für uns beide sehr lehrreich. Von Portraits bis hin zu Landschaftsfotografie haben wir alles thematisiert. Da der ÜK sehr praxisorientiert war, konnten wir sehr viel praktisches Know-how mitnehmen. Anjas Lieblingsfotoprojekt war die Double Exposure. Bei dieser Technik legt man zwei verschiedene Bilder in Photoshop übereinander und verbindet sie zu einem Bild. Mein Lieblingsprojekt war die Produktfotografie. Mit einem einfachen Setup gelingt es sehr schnell, ein qualitatives hochwertiges Bild zu schiessen. Dank dem ÜK konnten wir viele Erfahrungen sammeln, die uns später in unserer Fotokarriere bestimmt weiterhelfen werden.

Während Avery und Anja im ÜK 269 spannende Fotoprojekte umgesetzt hatten, widmete sich Mateo in seinem nächsten ÜK den technischen Abläufen hinter IT-Services.

Im September besuchte ich, Mateo, meinen vierten überbetrieblichen Kurs im Modul 188. Das Besondere an diesem ÜK war der Standort: Statt wie gewohnt in Adligenswil fand er dieses Mal in Kriens, Mattenhof, statt. Angekommen im neuen ÜK-Zentrum mussten wir gleich am ersten Tag unsere Laborumgebung einrichten, was direkt für einen guten Einstieg sorgte. Danach wurde es von Tag zu Tag technischer – von Benutzerverwaltung über erste GPO-Versuche bis hin zu Monitoring und Fehlersuche. Wir haben vieles ausprobiert, Fehler gemacht und anschliessend verstanden, wie die Services im Hintergrund zusammenspielen. Dieses Wissen konnte ich an dem Kompetenznachweis unter Beweis stellen. Insgesamt war der Kurs super lehrreich und hat mir definitiv etwas für meinen Alltag im Betrieb gebracht.

Campus Chaos Control

Alltägliche keine Ärgernisse in Szene gesetzt

Für unser nächstes Videoprojekt mit dem Titel „Campus Chaos Control“ machten sich Mattia und Maurice an die Arbeit. Die beiden entwickelten die Idee, alltägliche kleine Ärgernisse humorvoll in Szene zu setzen – etwa, wenn die Abwaschmaschine in der Opacc mal wieder nicht ausgeräumt wird oder andere typische Situationen aus dem Büroalltag für leichtes Chaos sorgen.

Nach vielen Ideen und dem Schreiben des Storyboards stand der Plan fest: 8 Folgen «Campus Chaos Control» sollten produziert werden. Mit vollem Elan konnte der Videodreh starten. Mattia und Maurice begannen mit dem Aufnehmen der einzelnen Clips.

Im nächsten Schritt wurden die einzelnen Folgen geschnitten und editiert. Anschliessend wurden die Videos für die Mitarbeitenden im Intranet veröffentlicht. Das Feedback war sehr positiv, was uns Lernende und das Marketing freute.

Nun kam die Idee auf, auch am Standort Münchenstein zu drehen. Also hiess es für Maurice und mich, Noemi, einen Tag in Münchenstein zu filmen. Mit verschiedenen Mitarbeitenden als Statisten hatten wir einen erfolgreichen Drehtag.

Nun werden auch diese Folgen geschnitten. Die Mitarbeitenden können also gespannt sein, welche spannenden Videos noch auf sie zukommen.

Vom Prototyp zum fertigen Webshop

User Testing für den neuen Kunden Online-Shop

Im August durften Avery, Maurice und ich, Aline, das UX-Team bei einem spannenden Projekt unterstützen. Gemeinsam mit einem Kunden arbeitet die Opacc daran, einen Webshop neu zu gestalten. Ziel ist es, den Online-Einkauf für alle Nutzerinnen und Nutzer einfacher, übersichtlicher und verständlicher zu machen.

Damit dies gelingt, hat unser UX-Team einen Prototyp erstellt – also eine Art Vorab-Version des neuen Webshops. Dieser zeigt bereits das geplante Design, die Navigation und die wichtigsten Funktionen, ist aber nicht ausprogrammiert. Doch bevor der Webshop online gehen kann, muss überprüft werden, ob er in der Praxis auch funktioniert.

Dafür haben wir ein sogenanntes User Testing durchgeführt. Man kann es sich wie eine Generalprobe vorstellen. Ausgewählte Testpersonen, die typische Kunden von Diwisa repräsentieren, probierten den Prototyp aus. Dabei wird genau beobachtet, wie sie mit dem Webshop umgehen. Finden sie die wichtigsten Informationen schnell? Sind die Symbole und Icons verständlich? Funktioniert der Ablauf von der Produktauswahl bis zur Bestellung reibungslos?

Die Rückmeldungen der Teilnehmenden sind für uns besonders wertvoll. Sie zeigen uns, wo noch Stolpersteine bestehen und was bereits gut funktioniert.

Die Tests fanden online via Microsoft Teams statt und dauerten jeweils rund eine Stunde. Von Opacc waren immer zwei Personen beteiligt. Rebekka oder Dave, die den Prototyp entwickelt hatten und die Interviews durchführten, sowie eine Protokollführerin oder ein Protokollführer, das waren jeweils Avery, Maurice oder ich. Während die Interviewenden die Fragen stellten und die Teilnehmenden durch den Test begleiteten, hielten wir alle Beobachtungen sorgfältig fest.

Am Ende hat das User Testing klar aufgezeigt, welche Bereiche des Prototyps bereits sehr gut verständlich sind und wo noch nachgebessert werden muss. Genau diese Erkenntnisse helfen uns, den neuen Diwisa-Webshop so zu gestalten, dass er am Ende intuitiv, benutzerfreundlich und klar strukturiert ist.

Mit Codecademy durchstarten

Programmieren, das Spass macht.

Während der Mediamatik-Ausbildung hat man viele Berührungspunkte mit verschiedenen Programmiersprachen. Von HTML bis PHP ist alles dabei. Um gut vorbereitet zu sein für die Module in der Berufsschule, arbeiten wir in der Opacc mit Codecademy.

Codecademy ist eine interaktive Online-Lernplattform, die es uns erleichtert, all die Programmiersprachen zu lernen. Die Plattform bietet verschiedenste Kurse für die jeweiligen Programmiersprachen an. Was Codecademy zu einer besonders guten Lernplattform macht, ist die praxisnahe Umsetzung während man die Theorie erlernt.

Das Konzept von Codecademy sieht wie folgt aus:
Zuerst erhält man eine kleine Zusammenfassung über den Kurs, den man gerade absolviert. Anschliessend folgen mehrere Praxisaufgaben, in denen man die Theorie mit Hilfe von praktischen Aufgaben erlernt. So macht es Spass, Theorie zu büffeln. Am Ende von jedem Kurs muss man noch ein Quiz mit Multiple-Choice Aufgaben zum Kurs machen, um zu prüfen, ob man die Theorie wirklich versteht.

Die Kombination aus Theorie, Praxis und direktem Feedback von Codecademy hilft uns, das Gelernte zu festigen und gleich anzuwenden. Besonders hilfreich ist auch, dass alle in ihrem Tempo arbeiten und sich die Zeit nehmen können, die sie benötigen. Wer schneller vorankommt kann sich zusätzliche Inhalte freischalten und sein Wissen vertiefen.

Insgesamt ist Codecademy ein sehr wertvolles Tool für Mediamatiker/innen. Es ist nicht nur eine effiziente Option das Programmieren zu erlernen, sondern macht auch Spass und ist sehr abwechslungsreich. Die Ergebnisse aus manchen Codes zu sehen ist echt erstaunlich und spornt einen noch mehr an weiter zu lernen.
Besonders für uns Mediamatiker/innen ist Codecademy eine ideale Ergänzung zum schulischen Unterricht. So können wir uns Wissen aneignen, das wir im Betrieb und in den Modulen der Berufsschule benötigen.

Fokus Abschlussarbeit

Der IPA-Prozess von Janine und Mattia bei Opacc

Zwischen März und Anfangs April widmeten sich Janine und Mattia ihrer IPA. Die individuelle praktische Arbeit stellt die Abschlussarbeit der Ausbildung dar und bildet neben den Abschlussprüfungen in den BM-Fächern den letzten grossen Meilenstein. Dabei geht es darum, das Wissen aus der Lehre in einem eigenständigen Projekt anzuwenden und zu dokumentieren. Dabei ist man ausser einer groben Unterstützung durch die vorgesetzte Fachkraft – in unserem Fall Ramon – auf sich allein gestellt.

UX-Leitfaden

Mattias Arbeit ist ein Leitfaden für den UX-Prozess der Opacc. Dieser verfolgt in erster Linie eine unterstützende Funktion für Teilnehmende. Personen mit wenig Vorwissen können sich anhand des Leitfadens im Prozess orientieren. Dazu finden sie ebenfalls grundlegende Definitionen über den Prozess an sich, wie auch über darin vorkommende Fachwörter. Sekundär fungiert der Leitfaden als Marketinginstrument. Über unsere Mitarbeitenden kann die Broschüre an Interessenten abgegeben werden und mithelfen, diese zum Investieren in den UX-Prozess zu überzeugen.

Das Resultat der IPA ist ein druckfertiges Dokument. Um die Abhängigkeit von Drittpersonen, in diesem Fall der Druckerei, zu minimieren, wurde der Druck der Broschüren aus der IPA abgegrenzt. Auch die Inhalte wurden bereits in der Vorarbeit definiert, um sich während der Arbeit auf die Gestaltung des Leitfadens fokussieren zu können.

Insgesamt bin ich, Mattia, sehr zufrieden mit dem Endprodukt und meiner Dokumentation zum Prozess. In Zukunft wird der Leitfaden laufend weiterentwickelt und angepasst werden. 

Fotoworkshop

Im Rahmen von Janines IPA wurde der interne Fotoworkshop für die Lernenden im 2. Lehrjahr neu strukturiert und dazu ein Handout gestaltet. Das Handout behandelt grundlegende Themen der Fotografie wie Belichtung, Perspektiven, Kompositionsregeln, Portrait-Lichtsetzung und Handyfotografie. Die Inhalte bestehen aus Theorieblöcken, praktischen Aufgaben, Beispielbildern und Reflexionsfeldem,rn, welche die Verbindung von Theorie und Praxis unterstützen.

Das Handout wurde im A5-Format gestaltet, CI/CD-konform umgesetzt und druckfertig vorbereitet. Ein Zeitstrahl auf jeder Seite erleichtert die Navigation, während visuelle Elemente wie Rhomben für Struktur und Wiedererkennung sorgen. Die Bilder wurden grösstenteils selbst erstellt, ein kleiner Teil stammt aus lizenzfreien Quellen.

Besonders geachtet wurde auf eine klare Sprache, eine verständliche Struktur und ein ruhiges, ansprechendes Layout. Entstanden ist ein praxisnahes Produkt, das den Workshop sinnvoll ergänzt und zukünftig als fester Bestandteil des Fotoworkshops in der Ausbildung bei Opacc eingesetzt werden kann.

Ich, Janine, bin sehr zufrieden mit dem Endprodukt und freue mich auf das Feedback und die Meinungen der Lernenden.

User First – Warum gutes Design mit Zuhören beginnt

Was ich in drei Monaten UX-Design gelernt habe

In den vergangenen drei Monaten habe ich, Mattia, mich einem selbstständigen Designprojekt gewidmet. Dieses habe ich in der Abteilung E-Shop, genauer im UX-Design, umgesetzt.
Im Mittelpunkt stand dabei die Entwicklung einer benutzerfreundlichen Plattform, die als Handelsplatz für mystische Artefakte und Relikte dient. Als Anhaltspunkte wurden mir dafür vier Projektschritte gemäss dem in der Opacc üblichen Workflow und eine Backstory vorgegeben.

Das UX-Design befasst sich mit der Gestaltung von digitalen Produkten, die nicht nur ästhetisch ansprechend, sondern vor allem intuitiv und einfach zu bedienen sind. UX steht dabei für «User Experience», also dem Erlebnis, das der/die EndbenutzerIn mit dem Produkt hat.

Nachdem ich mir einen groben Überblick über das sehr umfangreiche Projekt geschaffen hatte, bin ich direkt in die erste Phase gestartet: die Projektplanung. Dort habe ich die gesamte Projektdauer in die vier Phasen eingeteilt und dafür jeweils Feedbacktermine und Milestones definiert. Die Feedbacktermine Zwischengespräche mit Dave, UX-Designer, und Dani, meine Fachvorgesetzten, dienten zur Orientierung und sorgten in der sehr freien Natur des Projektes als Anhaltspunkte.

Im zweiten Schritt entwickelte ich vier Personas, die die Zielgruppe der Handelsplattform aufzeigen. Die definierten Bedürfnisse sollen später direkt durch die Plattform erfüllt werden. Zusätzlich zu drei normalen Personas habe ich ausserdem eine Anti-Persona definiert. Diese stellt eine Person dar, für welche das Produkt nicht gedacht ist.

Die dritte Phase heisst «User-Testing». Hier wird ein erster Entwurf der Plattform erstellt und getestet. Die Testpersonen sollen den erstellten Personas möglichst entsprechen. Somit kann herausgefunden werden, welche Elemente fehlen, was zur Vereinfachung entfernt werden kann und welche Abläufe noch Verbesserungspotenzial haben.
Ich habe mir dazu zuerst einige Skizzen auf Papier gemacht. Somit konnte ich für mich selbst aufzeichnen, welche Seiten benötigt werden und wie diese grob aufgebaut sind. Später habe ich diese Entwürfe in Figma, einem Designtool mit Fokus auf den Web-Bereich, als klickbaren Prototyp umgesetzt. Dieser Prototyp wurde dann von meinen ausgewählten Testpersonen in drei vorgegebenen Abläufen, beispielsweise dem Inserieren eines Artefakts, kritisch analysiert. Anschliessend konnte ich das gewonnene Feedback in den Entwurf einbauen und mich der letzten Phase widmen.

In der letzten Phase entwickelte ich das Design-Systems. Durch einzelne, definierte und durchdachte Elemente soll das Fundament für ein umfassendes Design entstehen. Dazu setzte ich unter anderem folgende Elemente um: Buttons in primären sowie sekundären und Tertiärvarianten, eine definierte, einheitliche Abrundung von Ecken, eine definierte Farbpalette und den gezielten Einsatz von Kacheln. Dieses System stellte ich anhand einer Seite im Projekt als Desktop- und für Mobile-Variante dar.

Während des gesamten Projektes spielte ich einen UX-Prozess, wie er von Dave und seinem Team auch in Kundenprojekten eingesetzt wird, durch. Neben meinem eigenen Designprojekt durfte ich auch am einen oder anderen Teilschritt mit Opacc-Kunden teilnehmen. Insgesamt konnte ich also in den vergangenen Monaten sehr viel über Webdesign, UX und das Durchführen eines längeren Projektes lernen. Allen voran entwickelte ich ein Bewusstsein, Projekte aus Benutzersicht anzugehen und auf deren Bedürfnisse zu berücksichtigen.

Von Absagen zu Aha-Momenten

Unser Abenteuer mit Rent-a-Stift

Im Januar hatten Noemi und ich, Luana, das Vergnügen, an einem zweitägigen Workshop von Rent-a-Stift teilzunehmen. Und nein, wir haben uns dort keine Stifte ausgeliehen – sondern uns selbst fit gemacht, um Schülerinnen und Schüler der 2. Sekundarstufe in den Kantonen Luzern und Obwalden für die Berufswelt zu begeistern.

Der Auftrag: Lehrstellen-Liebe entfachen
Unsere Mission? In einer Schullektion teilen wir unsere Erfahrungen zur Berufswahl, plauderten aus dem Nähkästchen über unseren Alltag in der Lehre und  verrieten, welche Herausforderungen und Highlights uns auf unserem Weg geprägt hatten. Kurz gesagt: Wir wollten die SchülerInnen motivieren, mutig ihre eigene Lehre zu starten.

Workshop-Time: Theorie trifft Praxis
Der Workshop begann mit einem Theorie-Input, der uns verriet, wie man richtig präsentiert. Und wir reden hier nicht von langweiligem „Ich-liese-den-ganzen-Slide-vor“-Style, sondern von Power-Tipps zur Körpersprache, Stimme und kreativen Präsentationsmethoden.

Das Wichtigste? Unsere Kernbotschaft!
Hier ist meine, Luana:

„Us eigener Erfahrung cha ich säge: Los di nöd entmutige, wenn du Absage überchunsch oder no nöd genau weisch, was du wotsch. Ich bin au vor dere Herausforderung gstande, min Wäg z’fände, und es isch nöd immer eifach gsi. Aber ich han glernt, dass drablibe  und Geduld sich würklich uszahlt.“

Und Noemi? Sie bringt’s so auf den Punkt:

„Ich han d’Erfahrig gmacht, dass es wichtig isch, in möglichst vieli Branche go luege. Schlussändlich wird’s viellecht öppis, wo mer selber nie denkt hät.“

Klingt tiefgründig? War’s auch. Nach der Theorie kam die Praxis: Wir präsentierten vor den Experten und feilten an unserem Auftritt. Lampenfieber inklusive, aber genau dafür war der Workshop da – um uns zu verbessern, Neues zu lernen und in der Schule dann souverän zu präsentieren!

Flipchart-Fieber
Ein Highlight war das Gestalten von Flipcharts. Ja, genau – diese bunten Dinger mit Texten und Skizzen, die irgendwie immer chaotisch oder mega fancy aussehen. Nach ein paar Tipps und Tricks konnten wir unsere Charts so designen, dass sie nicht nur gut lesbar, sondern auch echte Hingucker waren. Ob sie den Louvre erobern? Eher nicht. Aber die Klassenzimmer vielleicht!

Fazit: Bereit, die Bühne zu rocken
Nach zwei intensiven Tagen voller Theorie, Übungen und kreativen Ideen blicken wir auf einen erfolgreichen Workshop zurück. Wir fühlten uns bestens vorbereitet und freuten uns riesig auf die Klassenzimmer-Besuche. Immer zu zweit, immer mit Berufen, die auf den ersten Blick völlig unterschiedlich sind.

Also, liebe SchülerInnen: Macht euch bereit für eine gute Portion Motivation, spannende Geschichten und den einen oder anderen Lacher – wir kommen!