KICKOSIP – Multimediaprojekttage

Kampagne für ein fiktives Getränk erstellen

Während dem QV-Unterbruch durften Elias und ich, Fabio Krieger, vier Tage lang ein Multimediaprojekt mitgestalten. Diese Projekte werden jährlich mit den Lernenden im dritten Lehrjahr durchgeführt. In dieser Zeit arbeiten die Lernenden in einem Team von 2 – 3 Personen an einem zufällig zugeteilten Projekt und erstellen diverse Multimedia-Produkte dazu. Dieses Jahr war das Thema fiktive Getränke.

Die Lernenden im vierten Lehrjahr haben im Unterricht ein Konzept für ein fiktives Getränk erstellt. Dazu gehörte die Idee vom Getränk, ein kleines Briefing und ein kurzer Pitch. Je nach Gruppe wurde mehr oder weniger definiert, was beispielsweise das CI (Corporate Identity) oder die Anforderungen betrifft.

Elias, Samuel Pechmann (Klassengspändli) und mir wurde das Getränk KICKOSIP zugeteilt. Ein koffeinhaltiges Getränk mit Kaktusfeige, welches für Ausgänger und Partyhelden gedacht ist. Unser «Kunde» hat uns das Produktdesign, Schriften, Farben, Logo und Illustrationen vorgegeben, sowie auch diverse Anforderungen an die Endprodukte (Interaktives PDF, Video, Rollup-Plakat, kreatives Mailing) gestellt. Im Voraus haben wir ein Konzept erstellt, welches jedes Produkt grob beschreibt und Designvorschläge sowie auch allfällige Änderungen an den Angaben des Kunden beinhaltet.

Gleich am ersten Projekttag wollten wir alle Fotos und Filmaufnahmen im Kasten haben, deswegen haben wir schon am Morgen unsere Sachen gepackt und uns mobilisiert. Mit den selbst erstellten Prototypen gingen wir dann in die Beach-Bar in Nottwil und machten diverse Fotos. Am Nachmittag haben wir dann noch die Filmaufnahmen im Schulhaus gemacht. In den folgenden Tagen haben wir mit den Fotos und Videos die verschiedenen Produkte erstellt und konnten das Projekt sogar frühzeitig abgeben. Zudem haben wir einen eigenen Instagram-Account erstellt und dort einige Inhalte hochgeladen. Den Instagram-Account findet ihr hier. www.instagram.com/kickosip_switzerland

Uns hat dieses Projekt sehr grossen Spass bereitet, da man so eine ungefähre Ahnung hat, wie die Arbeit als Mediamatiker und der Kundenkontakt im zukünftigen Berufsleben aussehen könnte.

Abschlussprüfung im 2. Lehrjahr

Französisch Delf B1

Zwei Jahre sind nun durch und die Hälfte ist geschafft. Doch mit dem Ende des zweiten Lehrjahres steht die erste für die Berufsmatura relevante Abschlussprüfung auf dem Programm. Bei der Diplomprüfung «DELF Niveau B1» werden die mündlichen und schriftlichen Französischkenntnisse der Lernenden auf die Probe gestellt. Dieses Jahr war ich, Manuel von Wyl, an der Reihe.

Der mündliche Teil besteht aus einem Dialog, einem Monolog und einer Argumentation. Der schriftliche Teil aus einem Aufsatz, einem Hör- und einem Leseverständnis.

Bereits ab der ersten Französischlektion der Ausbildung beginnt die Vorbereitung auf diese Prüfung. Der wichtigste Faktor für die Vorbereitung ist jedoch der Fremdsprachaufenthalt in der französischen Stadt Montpellier. Dieser ist aber leider, wie schon letztes Jahr, virusbedingt ersatzlos ausgefallen.

Deshalb hat sich die Vorbereitung mehr auf den Unterricht verlagert. Mit unserer Französischlehrerin haben wir einige alte DELF-Prüfungen gelöst, um uns mit den Aufgabentypen vertraut zu machen, Grammatikregeln zu repetieren und unser Vokabular aufzufrischen. Für den Monolog im mündlichen Teil der Prüfung habe ich eine kurze Biografie verfasst und diese auswendig gelernt.

Gut vorbereitet bin ich dann am Samstag, 12. Juni 2021 zum mündlichen Teil der DELF Diplomprüfung angetreten. Zu Beginn hatte ich zehn Minuten Zeit, um mich auf die Argumentation vorzubereiten. Ich konnte zwischen drei Themen wählen, musste anschliessend den Text analysieren und meine Gedanken dazu notieren.
Nach der Vorbereitung begab ich mich in ein anderes Zimmer zu zwei Experten. Als erstes habe ich mich mit Hilfe meiner auswendig gelernten Biografie vorgestellt und einige Fragen beantwortet. Dann wurden mir drei Situationen vorgelegt. Ich habe ein Szenario ausgewählt und mit einem der Experten ein Gespräch darüber geführt. Schliesslich musste ich noch meine Argumentation vortragen. Abgesehen von wenigen kleinen Aussetzern war ich zufrieden mit meiner Leistung und konnte den Raum mit einem guten Gefühl verlassen.

Eine Woche später, am 19. Juni 2021, stand dann die schriftliche Prüfung an. Da ich vertraut mit der Art der Aufgaben war, hatte ich von Anfang an ein gutes Gefühl. Das Hörverständnis bereitete mir keine grossen Schwierigkeiten. Beim Leseverständnis hatte ich etwas mehr Mühe, da die Texte anspruchsvoll waren. Das Thema des Aufsatzes war zu Beginn etwas unverständlich, doch mit ein wenig Interpretation hat auch das Schreiben des Texts funktioniert. Nach 90 Minuten durfte ich den heissen Raum erleichtert und mit einem guten Gefühl verlassen und mich mit einem Glace abkühlen.

Drei Wochen später erhielt ich dann meine Prüfungsergebnisse: «BESTANDEN!» So konnte ich entspannt in die Sommerferien.

Bots im Opacc-Netz

IPA von Vitus

Wissen, was sich alles so auf ihren Servern treibt, ist sehr wichtig für eine Firma. Genau aus diesem Leitgedanken entstand die Idee meiner IPA-Arbeit.

Nun galt es, ein Konzept für diese Idee aufzustellen, um dieses schlussendlich von den Experten gegenprüfen zu lassen. Nachdem die Idee mit Hilfe von Skizzen und anschliessend von Adobe XD zu einem fertigen Mockup entwickelt wurde, war es so weit. Doch um was geht es?

Ich habe mich in meiner IPA für das Erstellen einer Webseite entschieden, welche Infos zur Anzahl Bots (maschinell erzeugter Internetverkehr) gibt und diese visuell veranschaulicht. So ist es für die Systemtechnik einfacher ihre Serveraktivität im Auge zu behalten und zu wissen, was sich denn auf diesen genau abspielt.

Nachdem mein Antrag vom Chefexperten angenommen wurde, galt es abzuwarten, bis die Arbeit beginnt. Das sind 90 Stunden, in einem bestimmten Zeitraum, die sich der Kandidat selbst einteilen kann. Das ist ein wichtiger Teil der IPA, denn ein gut geplantes Projekt ist alles!

Nachdem ich meine Planung erstellt hatte, war ich bereit für die Prüfungszeit. Ich habe mir das Projekt so eingeplant, dass ich mit dem HTML angefangen habe und dann dieses mithilfe von CSS stylte. Damit die Webseite lebendiger wurde, ergänzte ich sie mit JavaScript.

Während der Umsetzung des praktischen Teils der IPA gab es auch noch den theoretischen Teil, nämlich die Dokumentation. Sie dient als Anleitung und als Leitlektüre um meine Arbeitsweise und meine Arbeitsschritte nachvollziehen zu können. Diese wurde während der Umsetzung des praktischen Teiles geschrieben.

Nachdem die Webseite umgesetzt und einsatzbereit und die Dokumentation gebunden war, war es an der Zeit, meine IPA abzugeben. Ich schickte also meinen Code für die Webseite und die dazugehörige Dokumentation an die Chefexperten, damit diese die Arbeit bewerten konnten. Nachdem ich die Arbeit abgeschickt hatte, war die IPA aber noch lange nicht vorbei. Bevor ich meine Note bekam, musste ich die IPA den Chefexperten noch präsentieren. Diese Präsentation war auch ein Teil der IPA, zählte also auch zu der daraus resultierenden Bewertung. Diese Präsentation dauerte ca. 20 Minuten und wurde mit einem Fachgespräch mit den Chefexperten ergänzt. In diesem ging es darum, meine Gedankengänge besser zu verstehen und nachvollziehen zu können, wie ich während dem Projekt vorgegangen bin. Nach diesem Gespräch war die IPA abgeschlossen.

Wie die Projektarbeit benotet wird? Erfährt man leider erst beim Lehrabschluss. Bis dahin gilt es, gespannt zu bleiben und weiterhin aufregende Projekte umzusetzen.

Autopilot – Fluch oder Segen

BM-Arbeit von Vitus

Autopilot – Fluch oder Segen? Das ist der Titel meiner Interdisziplinäre Projektarbeit (IDPA). Im Grunde ist eine IDPA das gleiche wie eine BM-Arbeit, also eine Abschlussarbeit der Berufsmatura. Diese Arbeit wird in einer Gruppe erarbeitet. Dazu setzte ich mich mit zwei meiner Klassenkameraden zusammen und wir starteten die Themensuche.

Dieser Teil der Arbeit konnten wir schnell abschliessen, denn wir sind alle drei Auto- und Technikfans. Wir entschieden uns das autonome Fahren zu untersuchen. Als Referenz benutzten wir den Autopiloten von Tesla. Da diese Arbeit jedoch für die Berufsmatura und nicht für den Mediamatiker ist, konnten wir uns nicht auf den technischen Aspekt konzentrieren, sondern mussten Themen der Berufsmatura in die Arbeit einbinden. Wir entschieden uns die rechtlichen Aspekte des autonomen Fahrens zu untersuchen. Das betrifft vor allem Unfälle, die durch einen Fehler in der Technik bzw. im Autopiloten entstanden sind und nicht durch den Lenker des Fahrzeugt provoziert wurden.

Wir teilten die Arbeit in drei Teile auf, sodass jeder unabhängig vom anderen an der Arbeit arbeiten konnte und wir uns nicht gegenseitig im Weg standen.

Arno erarbeitete den rechtlichen Teil der Arbeit. Er organisierte ein Interview mit einem Anwalt, der auf dieses Thema spezialisiert ist. Er erarbeitete das Interview im Voraus und traf sich anschliessend mit dem Anwalt. Nach dem Interview wertete er seine Antworten aus und zog aus diesen Schlüssen. Mit diesem Interview deckten wir schon einen Grossteil unserer Hypothesen ab.

Ausserdem planten wir eine Umfrage durchzuführen, um abschätzen zu können, wie die Bevölkerung auf die Entwicklung des autonomen Fahrens reagiert. Diesen Teil erarbeitete Erik. Er erstellte mit Hilfe unserer Hypothesen eine Umfrage. Diese Umfrage wurde mithilfe des Absatzkanals Instagram verbreitet. Anschliessend wurden die Antworten ausgewertet und gebüschelt.

Mein Teil der Arbeit drehte sich um die Theorie des Autopiloten von Tesla. Ich erarbeitete die 5 Stufen des autonomen Fahrens und analysierte den Autopiloten. Ausserdem beantwortete ich mit Hilfe des Interviews und den Ergebnissen der Umfrage unsere Hypothesen.

Abschliessend setzten wir uns alle zusammen und schweissten unsere Teile der Arbeit zu einer grossen fertigen Arbeit. Wichtig dabei war, dass man den roten Faden nicht verliert. Ich lernte viel während dem Erarbeiten dieser Arbeit und kann viel Erfahrung aus dem Projekt mitnehmen. Das Erarbeiten hat uns Spass gemacht und wir sind zufrieden mit der finalen Arbeit.

Ein grünes Wunder erleben

Wie Green-Screens in Marketing-Videos funktionieren

Im November besuchten Fabio Krieger und ich, Elias Schmid, den von der Schule organisierten Videoworkshop. Wir beide freuten uns, da Video uns beide interessiert. Geleitet wurde der Kurs von unserer Marketing- und Projektmanagementlehrerin, Aline Bühler. Sie führt mit ihrem Ehemann eine Foto- und Videoproduktions-Firma und kennt sich daher bestens mit der Materie aus.

Im Workshop lernten wir die Arbeit mit dem Green-Screen kennen. Im Prinzip ist ein Green-Screen eine grosse grüne Fläche, die man als Video-Hintergrund benutzt. Die schrille grüne Farbe kann in der «Post-Production» (Videobearbeitung) gänzlich entfernt und durch jeden beliebigen Inhalt ersetzt werden. Green-Screens waren zuerst besonders bei Spielfilmen mit aufwendigen Szenerien im Gebrauch. Mittlerweile werden sie auch in Nachrichtensendungen und Webvideoproduktionen für beispielsweise Youtube etc. verwendet.

Unser Green-Screen-Setup wurde in einem Klassenzimmer aufgebaut. Von Aline lernten wir die How-Tos in Sachen Marketingvideos. Sie zeigte uns die richtige Beleuchtung, wie man das Mikrofon richtig verkabelt und wie man sich professionell für die Kamera schminken lässt.

Wir verwendeten den Green-Screen um einen sogenannten Elevator-Pitch zu drehen. Beim Elevator-Pitch klärt eine Person möglichst neutral und sachlich über ein Projekt auf. Da wir im Fach Projektmanagement aktuell an einem grösseren Projekt arbeiten, konnten wir dieses vorstellen. Mehr zum Projekt gibt’s im Januar.

In der Post-Production mussten wir nun mit Adobe After Effects das Grün herauseditieren und mit einem Hintergrund unserer Wahl ersetzen. Ich entschied mich, unsere missratenen Aufnahmen aus dem Projektmanagement-Videoprojekt zu einer kleinen Outtakes-Folge zusammenzuschneiden und in den Hintergrund zu legen. Danach erstellte ich noch eine sogenannte Bauchbinde mit meinem Namen. Eine Bauchbinde ist ein Element, das als Layer im Video eingeblendet wird. Zum Schluss wurden noch Farben und Audio angepasst und schon hatte ich meinen eigenen Elevator-Pitch, gefilmt mit einem Green-Screen.

Maskenpflicht im Unterricht

Wie sich der Stoff vor dem Mund auf die Schule auswirkt

Die Sommerferien sind vorbei, doch Corona noch lange nicht. Trotzdem findet der Unterricht im Schulhaus BBZW wieder statt. Mit Maskenpflicht und Abstandsregeln soll eine Ausbreitung des Virus verhindert werden. Wie sich diese Auflagen auf das Befinden der Schüler*innen in Sursee auswirkt, haben wir recherchiert und unsere Mitschüler*innen, uns selbst und sogar die Lehrpersonen befragt. Dies ist eine Zusammenstellung der Meinungen, Impressionen und Kommentare der Beteiligten:

Die wohl deutlichste Veränderung zum herkömmlichen Unterricht bildet die Maskenpflicht. Dies bestätigen Schüler wie auch Lehrer. Letztere gaben an, sich mit Masken die neuen Gesichter der Lernenden im ersten Lernjahr nicht ordentlich einprägen zu können. Auch die Mimik der Zuhörenden wäre nun nicht mehr zu deuten. Ratlosigkeit und Aufmerksamkeit sehen nun gleich aus. Obwohl die Lehrer durch eine Plexiglassschiebe am Lehrerpult geschützt sind und so auf Masken verzichten dürfen, sei es wichtig, dass sie ihrer Vorbildsfunktion gerecht werden, so die Meinung unseres Geschichtslehrers Bruno Soliva.

Die Notwendigkeit einer Maskenpflicht verstehen zwar alle, doch bringt sie verschiedene Unannehmlichkeiten mit sich. Es wurden Motivationslosigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten und genereller Unmut der Schule gegenüber genannt. Doch auch Lehrer haben zu kämpfen. Es wäre «alles komplizierter», so Herr Soliva. Eine Mitschülerin gab an, die Masken wären nötig, doch wird der Gebrauch besonders auf dem Pausenhof grob vernachlässigt. Dem versucht die Schule mit «Masken- & Abstands-Patrouille», teilweise vom Schulrektor Stefan Fleischlin höchstpersönlich, entgegenzuwirken. Der Erfolg bleibt jedoch überschaubar. Im Gebäude hingegen sieht es besser aus. Die Maskenpflicht werde in den Gängen und Klassenzimmern «besser als im ÖV umgesetzt», so die Meinung mehrerer Befragten.

Während der Pandemie wurden Schüler*innen am BBZW-Sursee auch vollumfänglich online unterrichtet. – ohne Maske. Das Homeschooling bewährte sich gemäss Aussagen von Schülern und Schülerinnen und Lehrpersonen nicht. Zu hoch sei die Unkonzentriertheit zu Hause vor dem Bildschirm. Deswegen stellten wir die Frage, ob der Schulbetrieb zum richtigen Zeitpunkt wieder aufgenommen wurde. Dabei richteten wir uns nach der Balance zwischen der Gefährdung der Schüler, sich anzustecken und nach dem nötigen Präsenzunterricht, um die Stofflücke möglichst klein zu halten. Die Meinungen waren eindeutig, der Halbklassenunterricht war ein Fehlschlag. Beim Halbklassenunterricht befindet sich die Hälfte der Klasse zu Hause vor dem Bildschirm, während der Rest vor Ort in Sursee sitzt. Lehrerpersonen wie auch Schüler betonten die Mühseligkeit dieser Unterrichtsform. Halbklassenunterricht wurde kurz vor den Sommerferien eingeführt. Man wollte die Durchführung von Prüfungen unter Aufsicht von Lehrern ermöglichen. Dass die Prüfungen dann aber nicht richtig zählten, verhinderte eine begrüssende Haltung zum Halbklassenunterrichts.

Nach Abwägung zwischen Online- und Präsenzunterricht ergibt sich trotz mühsamer Maskenpflicht eine Erstrangigkeit des Unterrichts in Sursee. Ob die Pflicht der Maske mit der Zeit vernachlässigt wird, oder ob sich alle daran gewöhnen, wird sich mit der Zeit zeigen. Eine zeitnahe Verabschiedung ist jedoch nicht vorgesehen.

Bonjour mes dames et messieurs, comment allez-vous?

Französisch Abschlussprüfung im 2. Lehrjahr

Bonjour mes dames et messieurs, comment allez-vous?

Naja, etwas komplizierter wurde es dann schon für Fabio Krieger und mich, Elias Schmid. Bei der Diplomprüfung «DELF Niveau B1» werden die sprachlichen und schriftlichen Kenntnisse und Geschicklichkeiten der Schüler*innen in der französischen Sprache auf die Probe gestellt. Nun waren wir Lernenden aus dem zweiten Lehrjahr an der Reihe.

Bereits ab der ersten Lektion Französisch im ersten Lehrjahr beginnt die Vorbereitung auf diese Prüfung. Die Prüfung, welche bei Bestehen mit einem international anerkannten Diplom belohnt wird, besteht aus zwei Teilen. Der erste Teil ist ein ca. 15-minütiges Gespräch mit zwei Experten. Der zweite Teil umfasst mehrere Hör- und Leseverständnisse, sowie die Aufgabe einen Aufsatz korrekt strukturiert aufs Papier zu bringen.

Doch wie so oft mischte das Virus mit. Der geplante Fremdsprachaufenthalt in der französischen Stadt Montpellier fiel ersatzlos ins Wasser. Die Sicherheit in der Sprache musste ohne Aufenthalt in Montpellier dennoch erlangt werden. Wir wussten, dass nun sehr viel mehr Arbeit zu Hause auf uns wartet.

Zudem fand in der entscheidenden Phase vor der Prüfung, nämlich von März bis Juni, der Unterricht nur noch über den Bildschirm statt. Also hängten Fabio und ich uns rein, nahmen Nachmittage frei, um zu Hause zu lernen. Wir erstellen Listen mit Unmengen von Wörtern, Satzkonstruktionen und grammatischen Zeiten und erschufen so unser kleines eigenes Montpellier – hier in der Innerschweiz.

Am Samstag, 13. Juni 2020 war es dann soweit. Der erste, mündliche Teil der Prüfung stand an. Ich begab mich mit anderen Teilnehmenden nach Luzern, Fabio nach Meggen.
In einem Klassenzimmer wurde mir ein Text zugeteilt, dessen Inhalt ich analysieren und meine persönliche Meinung notieren musste. Dann wurde ich in ein anderes Zimmer zu zwei Männern mittleren Alters gebeten, wo ich mich, meine Hobbies und meinen Lehrbetrieb Opacc samt meinen Aufgaben vorstellte. Danach besprach ich den gelesen Text mit den beiden Herren, unterhielt mich noch etwas mit ihnen und da waren die 15 Minuten bereits um. Ab und zu erreichte ich meine sprachlichen Grenzen und musste umkehren, doch hatte ich nach dem Gespräch ein positives Gefühl.

Eine Woche später, am 20. Juni stand dann die schriftliche Prüfung an. Wieder waren Fabio und ich an unterschiedlichen Orten. In der grossen «Aula Dufour» im AAL Armeeausbildungszentrum Luzern fand ich mich mit mindestens 80 anderen Teilnehmenden aus verschiedensten Branchen ein. Die Hör- und Leseverständnisse stellten mich vor keine grösseren Schwierigkeiten und das Thema  des Aufsatzes «Homeschooling Tipps & Tricks» kam uns aufgrund der Gegenwärtigkeit dieser Unterrichtsform sehr gelegen.

Nach eineinhalb Stunden war dann alles vorbei. Obwohl uns die Ergebnisse erst in drei Wochen erreichen würden, verliess ich den Prüfungssaal mit einem guten Gefühl.

Das gute Gefühl wurde bestätigt, Fabio und ich erhielten unsere soliden Testergebnisse und sind somit Besitzer eines DELF B1 Sprachzertifikates. Das war ein toller Start in die Sommerferien.

Individuelle praktische Arbeit 2020

In 90 Stunden von der Ideensammlung zur Abgabe

Zum Qualifikationsverfahren der Mediamatik-Lernenden gehört das erfolgreiche Absolvieren der IPA (Individuelle praktische Arbeit). Bei dieser selbstständigen Abschlussarbeit handelt es sich um ein 70 – 90 stündiges Projekt.

Im Herbst 2019 wurden wir in der Berufsschule über die IPA informiert. Danach begann die Ideensuche nach einem geeigneten Projekt. Das Projekt sollte einerseits berufsbezogen, andererseits etwas Wertvolles für den Lehrbetrieb sein. Da der Mediamatik-Beruf sehr breit gefächert ist, sind es die Themen der Arbeiten ebenfalls. In unserer Klasse finden sich Multimedia-Produktionen, Webseiten-Projekte oder ganz klassisch: Konzept-Erstellungen. Auch Letztere können sehr unterschiedlich sein. Dies zeigen die beiden Arbeiten der Mediamatik-Lernenden im vierten Lehrjahr bei Opacc. Die IPA von mir, Tanja Neckermann, drehte sich um die OpaccSchnuppertage. Von der Erstellung des Konzeptes, der Erstellung von Dokumenten bis hin zur Definition von Marketing-Massnahmen war alles dabei. Loris hingegen hat ein Konzept und Design-Vorgaben für die OpaccFUN-Webseite erstellt. Das OpaccFUN ist ein interner Firmenanlass, welcher jährlich im Herbst stattfindet.

Für mich war die IPA ein Projekt, das mir nicht nur geschäftlich, sondern auch persönlich viel bedeutete. Im ersten Lehrjahr durfte ich die Schnuppertage bei Opacc von Grund auf organisieren. Vorher gab es keine Schnuppertage bei Opacc. Diese Schnuppertage haben sich bewährt und wurden danach jeden Frühling wieder durchgeführt. An den OpaccSchnuppertagen haben uns jeweils 10 – 15 Schnupperlernende besucht. Da ich seit dem ersten Tag dabei bin, durfte ich bereits über fünfzig Schnupperlernende kennenlernen. Drei davon befinden sich heute in der Ausbildung zu Mediamatikern bei Opacc. Die ganze Organisation rund um die OpaccSchnuppertage in Wort zu fassen und alle nötigen Dokumente zu erstellen, war für mich selbst eine neue Herausforderung. Ich musste mir genau überlegen, was alles notwendig ist, um eine reibungslose Fortsetzung der OpaccSchnuppertage zu gewähren. Da ich nach meinem Lehrabschluss ein Vollzeit-Studium antrete, werde ich nichts mehr mit der Organisation der Schnuppertage zu tun haben und gebe das Projekt an meine Nachfolger weiter.

Die IPA war für mich definitiv eine Herzensangelegenheit und ich hoffe, dass die OpaccSchnuppertage auch in Zukunft erfolgreich sein werden und den anderen Lernenden viele tolle Erfahrungen ermöglichen.

Schule @ Home

Wie ist es, zuhause Schule zu haben?

Der Bundesrat hat am 13. März 2020 entschieden, dass schweizweit alle Schulen aufgrund der momentanen Situation geschlossen werden müssen. Davon ist auch die Berufsschule BBZW in Sursee betroffen und somit auch wir, die OpaccLernenden. Was bedeutet das für uns und was hat sich seither alles geändert?

Noch am Freitagabend, kurz nachdem der Bundesrat die Schulsperre beschlossen hat, ist bei uns das Informationsemail der Schule eingetroffen. Ab sofort werden wir Schüler von zuhause aus am Unterricht teilnehmen. Um sich besser zu organisieren, hat das BBZW eine Woche keinen Unterricht gemacht. Während dieser Zeit arbeiteten wird regulär im Geschäft weiter.

«Erst war ich gegenüber dem Thema Homeschooling eher kritisch eingestellt .», sagt Manuel von Wyl. Zu Beginn war es ungewohnt, dass man die Lehrperson nur im Bildschirm sieht und kein Klassenkamerad neben einem sitzt. «Aber nach ein paar Lektionen haben wir uns schon daran gewöhnt», ergänzt Manuel Dank der guten Vorbereitung des BBZWs gab es auch kaum Komplikationen. Problemlos konnte an den aktuellen Themen weitergearbeitet werden. «Man arbeitet jetzt selbstständiger und trägt viel Eigenverantwortung. Ich finde das eine gute Abwechslung zum «standardmässigen Frontalunterricht».», bemerkt Fabio Krieger. Erstaunlicherweise haben alle Lernenden empfunden, dass sich die Produktivität nicht verschlechtert hat. Eher sogar verbessert, da man keine Klassenkameraden neben sich hat mit denen man sich unterhaltet.

Zudem ist der Schulweg bei allen kürzer geworden. Heisst für uns, dass wir später aufstehen müssen und früher wieder zuhause sind, was Manuel als sehr positiv betrachtet, denn «so hat man mehr vom Tag.» Man isst auch wieder zuhause zu Mittag, wie in den guten alten Primar- und Sekundarschulzeiten.

Jedoch hat Homeschooling nicht nur Vorteile. Elias Schmid fällt auf, dass man seine Kollegen nur durch den Bildschirm sieht und die Pausen allein verbringt. «Ausserdem ist man am Abend trotz langem Schlaf erschöpft», fügt Lino Lenherr hinzu.

Im Grossen und Ganzen ist das Homeschooling eine neue Erfahrung für uns alle. Und solange man damit positiv umgeht und gut mitmacht, kann man nur davon profitieren.

HTML, CSS, JavaScript und PHP in einer Kiste

Programmieren eines Webseiten-Formular

Als wäre es nicht schon kompliziert genug… Im Schulfach Informatik haben Elias Schmid und ich, Fabio Krieger, die Aufgabe bekommen, ein Anmeldeformular zu programmieren. Die eingegebenen Daten im Formular müssen kontrolliert werden und sollen am Schluss eine Antwort oder Rückmeldung geben. Dazu benötigen wir vier verschiedene Programmiersprachen, die zusammen interagieren müssen.

Über die Ferien habe ich mich der Aufgabe gestellt. Mittels HTML habe ich das Grundgerüst der Webseite aufgebaut, ein einfaches Formular mit wenigen Fragen. Zudem müssen die Fragen unterschiedlich gestaltet sein. Es müssen Textfelder, Radiobuttons und Checkboxen vorkommen. Hinzu kommt dann das CSS, welches das Aussehen der Seite definiert. Designtechnisch sind wir frei, also kann ich meine Seite nach Belieben gestalten. Soweit so gut. Nun kommt noch das JavaScript dazu. Damit wird die Eingabe im Formular kontrolliert. Zum Schluss sollen die eingegebenen Daten durch PHP auf einer weiteren Seite wieder ausgegeben werden.

Da wir in der Schule viel mit CSS und HTML arbeiten, habe ich diesen Teil ziemlich schnell zusammengebastelt. Jedoch ist JavaScript nicht meine Stärke, aber ich habe mein Bestes gegeben. Mit der Hilfe von Mitarbeitenden und grosser Recherche im Internet habe ich mein Script so konstruiert, damit es fehlerfrei läuft. Das war ganz schön viel Arbeit und dauerte mehrere Stunden. Zum Schluss habe ich dann noch die PHP-Seite programmiert, wobei ich weniger Probleme hatte. Eine Challenge, die mich die ganze Zeit begleitete, war bei so viel Code die Übersicht zu behalten. Ich habe aber mit Kommentaren alles gut beschriftet und eingeteilt. Ordnung ist die halbe Miete.

In den letzten paar Tagen habe ich über 600 Zeilen Code geschrieben, wovon ich definitiv profitieren konnte. Man bringt seine Kenntnisse auf Vordermann und lernt immer mehr dazu. Am meisten Fortschritte habe ich bei JavaScript gemacht, da es auch am meisten Zeit beanspruchte. In Zukunft werde ich ab und zu für mich selbst wieder ein bisschen skripten. Es macht Spass und man freut sich über seine eigenen Fortschritte.